Wir lassen den kommenden Tag ruhig angehen, da wir ja ’nur‘ 25 sm nach Patmos vor uns haben. Noch mal Wasser nehmen, Teilchen beim Bäcker kaufen usw. 10.30 Uhr geht es dann los. Vangelis, der Hafenmeister, kommt um zu helfen, will aber plötzlich noch 10 € für Wasser und Strom. Na, ja. Dafür hilft er beim Ablegen. Kaum Wind und wenig Welle, so geht es eben mit dem Motor los. Dann erreicht uns per SMS die Nachricht von Vangelis, dass er doch zuviel berechnet hat. Beim nächsten Mal soll es einen Discount geben. Na, ja! Immerhin nett dass er sich gemeldet hat. Nach knapp 2 Stunden frischt der Wind etwas auf, sodass wir die Genua herausholen und nur wenige Minuten später wird der Motor ausgemacht. Herrlich, der erste echte Segeltag. Das geht bis fast vor Patmos gut.
Wir fahren in die uns bekannte Groikosbucht und siehe da, jede Menge Tonnen sind noch frei. Wir nehmen die, die wir vom letzten Jahr kennen. Abends noch gut gekocht, einiges am Schiff festgezurrt, da Bf. 5 mit Böen für die Nacht angesagt ist und ein längeres (fast 2 Stunden) Telefonat mit Gudrun und Sebastian von der Layla Noa, die inzwischen von Sizilien nach GR gekommen sind und jetzt in Argostoli auf Kefalonia ankern. Vielleicht treffen wir uns im September.
Die Nacht wird sehr unruhig, da ein Schwell in die Bucht kommt. Bei Windstille dann aber die Boje stets gegen das Schiff haut.
13.05. : Morgens gibt’s ein kühles Bad bei ca 18•. Danach wandern wir zur Werft und essen lecker zu Mittag und steigen dann den Berg hoch, der zum Psili Ammos führt. Jedoch reicht uns der Ausblick von oben auf den Strand, der noch vertangt und wenig besucht ist. Auf dem Rückweg wollen wir noch nach dem Fahrplan des Busses schauen, doch stellen wir fest, dass er um diese Jahreszeit gar nicht nach Grikos fährt. Das bedeutet dass wir diesmal keine Einkäufe in Skala machen können. Wir gehen durch die Baustelle der Aktis-Anlage (jedes Jahr wird wieder vergrößert!) zurück und pflücken uns aus dem Garten der Anlage leckere Pfefferminze, wovon wir auf dem Boot zurück einen guten Tee bereiten. Natürlich diskutieren wir die ganze Zeit über, wann und wohin wir in die Kykladen fahren können. Der Wetterbericht ist einfach andauernd gegen uns!!! Immer schickt er uns den falschen Wind von West! Wir sollten vielleicht Poseidon mehr Schnäpse opfern…Die Nacht wird etwas ruhiger mit ein paar Mücken, aber die Boje haut weiter ans Boot….
14.05. : Faulenzertag mit leckerem Mittagessen im Restaurant direkt gegenüber unseres Ankerplatzes (Ktima Petra). Danach noch ein Gang in den Ort und den gegenüber im Berg liegenden Ferienhäusern. Sie sind meist fertig gebaut ebenso wie es um die Bucht viele neue Ferienanlagen gibt. Es gibt noch nach dem Abstieg einen Kaffee, dann rudern wir schön zurück aufs Boot. Wir wissen immer noch nicht, wann wir in Richtung Naxos loskommen. Die Nacht wird ruhig, aber mückenreich und die Boje klopft nur zwei-dreimal an unser Vorschiff!
15.05.: Heute brechen wir nach Skala auf, um uns zu verproviantieren und zu beschließen, ob wir am nächsten Tag den großen Sprung in den Westen machen. Wir finden einen Liegeplatz am hinteren Steg in Skala, zwar aussen, so dass wir auf die mit schwarzem Gummi abgefenderten Stege unsere Fender schwarz einfärben (!), aber wir liegen trotzdem ruhig. Wir kaufen gut ein, holen Wasser und Diesel (Gu verschüttet beim Nachfüllen erstmal die Hälfte davon neben das. Einfüllloch 🙄). Wir zahlen noch 11,57€ Liegegebühren, dann wird Reis mit Gemüse als Proviant gekocht für unseren großen Segeltag morgen nach Koufonisi oder die Südküste von Naxos.
Eine herrlich ruhige Nacht – nur ZWEI Mücken!