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Sommerziel erreicht – Boat Club Chalkoutsi

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Das erste Bild zeigt das Verfahren, wie die Boote beim boatclub aus dem Wasser geholt werden. Das ist allerdings nicht unser Schiff.

Bei uns lief es etwas anders. Aber der Reihe nach: wir sind aufgefordert worden, am Morgen um 6.30 Uhr an der Boje vor der Werft zu sein. Das klappt auch gut. Um 5.30 Uhr gehen wir vom Anker in Eretria und kommen pünktlich an. Wir sehen noch ein Schiff gerade hinter Bäumen verschwinden und ich melde mich per Telefon bei Dimitris. Merkwürdigerweise ist er gar nicht auf der Werft (wie sich später herausstellt, arbeitet er in Athen und „dirigiert“ von da aus. So ist die Kommunikation mit dem Land nicht so einfach. Wir erfahren, dass ein anders Boot vor uns dran ist (das haben wir ja gerade verschwinden sehen). Mit der nächsten Aktion sollen wir dran kommen. So kommt denn auch das Monstergefährt angefahren und uns wird gewunken, dass wir auf den Trailer fahren sollen. Da inzwischen der Wellengang schon durchaus höher geworden ist, ist das nicht so leicht. Nicht ganz gerade kommen wir in den Trailer und eine Leine wird uns zugeworfen, die wir am Boot befestigen. Dann wird mit einer Ankerwinde das Boot in den Trailer gezogen. Da wir aber nicht ganz gerade sind, knirscht es deutlich und Fotis (der verantwortliche Arbeiter) springt erst ins Wasser um den „Sitz“ zu kontrollieren und gibt uns dann Zeichen, wieder rückwärts heraus zu fahren. Da sehen wir, dass inzwischen an anderes Boot noch gekommen ist. Nachdem wir eine Runde gedreht haben, wird nun erst das andere Boot herausgezogen. Ist der Trailer falsch oder was ist das Problem? Wir wissen es nicht, da keine Kommunikation möglich ist. Nach einer knappen Stunde ist auch das zweite Boot in der Werft geparkt und nun sollen wir dran kommen; ein kleinerer Trailer? Wir wissen es nicht und erfahren es auch nicht. Diesmal klappt es aber besser, aber auch da einige unschöne Geräusche beim Ziehen auf den Trailer. Aber immerhin werden wir mitsamt dem Schiff an Land gefahren, ein merkwüdiges Gefühl. Erst als wir auf dem Standplatz sind, wird eine Leiter angelegt und wir können das Schiff verlassen und haben festen Boden unter den Füßen.

Wir werden sehr freundlich von Sia, der Chefin, begrüßt und wir machen eine erste Besichtigung. Alles macht eine ungemein sauberen Eindruck, viele Blumen verschönern das Gelände und ein Toilettengebäude von feinsten, sogar mit einer Waschmaschine.


Unschön, als wir unsere White Satin von unten sehen. Einige deutliche Striemen im Antifouling, an machen Stellen bis zur untersten Schicht, glücklicherweise aber nicht am Gelcoat beschädigt. Am nächsten Tag streicht WD die Stellen mit altem noch vorhandenem Antifouling an, leider gab es nur schwarz, so sieht das Boot jetzt von unten wie ein modernes Gemälde aus.

Jetzt geht es aber an die Arbeit, das Boot für den Sommer herzurichten, also die üblichen Arbeiten: alles säubern (durch die letzten Tage gab es eine dicke Salzkruste), innen auch alle Schapps reinigen. die Abdeckungen bereit machen usw. Wir teilen uns das aber gut ein, wir haben ja noch Zeit. Der zweite Tag ist dann allerdings schon sehr heiß auf dem Boot mit vielen Mücken, denn obwohl draußen auf dem Meer noch der Meltemi tobt, kommt auf White Satin kaum ein Lüftchen an: so geschützt steht sie! Wir halten uns dann tagsüber lieber außerhalb des Bootes auf.

Meist fahren wir mit den Rädern am Strand rechts in den Ort Chalkoutsi in die grundsoliden sympathischen und einfachen Restaurants, oder links in die am Wochenende gut besuchten Strandbars zum Kaffee und Auskühlen im Meltemi. Hier spielt der Tourismus nur eine untergeordnete Rolle.

Wir überlegen deshalb 2 Tage eher zu fliegen. Das Umbuchen klappt nicht ganz so einfach wie gedacht, weil es offenbar Verbindungsprobleme gab. So musste ich mehrfach mit Eurowings telefonieren, wobei man immer zunächst ein freundliches Gespräch mit Charlie, der KI-Assistentin, führen muss um dann weitergeleitet zu werden. Schließlich klappt aber alles. Nun haben wir noch zwei Tage, da müssen wir natrülich genauer planen, aber schließlich kriegen wir alles auf die Reihe. Nachmittags ist es so heiß, dass nur eine Siesta am Strand hilft.

Sia, das Herz der Werft, die schon jeden Morgen ab 4.30 die Anlage säubert und die Blumen mit ihrer Schwester Kristina gießt, hat schon ein Taxi für den 1.7. morgens um 8 Uhr bestellt (90 €). Zwischendurch immer wieder Aufregung ob auch nichts vergessen wird, aber wir sitzen pünktlich im Taxi, nur der Flieger hat Verspätung wegen angeblicher Unwetter über den Alpen, was uns aber ziemlich wurscht ist. So kommen wir an dem Tag relativ stressfrei (mit kleinem Abstecher nach Oberhausen, da wir in Düsseldorf in den falschen Zug steigen!!!) nach Hause in die Sauna am Dahlienweg!

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