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X Tage Karystos auf Evvia (Euböa)

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Noch wissen wir nicht was und und wie lange uns was erwartet. Erst einmal rechnen wir mit 5 Tagen, wie der Hafenmeister Toni uns ausgemalt hat. In der Tat – soweit reicht unser Wetterbericht – ist in den nächsten Tagen mit schweren Böen zu rechnen und vor Montag keine Besserung in Sicht.

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Da lohnt es sich doch die Fahrräder auszupacken und uns ein wenig mit der uns völlig unbekannten Gegend vertraut zu machen. Der Urlaubsort ist belebt wenn auch nicht übervoll. Die Hauptsaison steht wohl noch bevor. Es sind vor allem viele Griechen, die hier urlauben. Die Preise sind entsprechend niedrig, alles deutlich preiswerter als in den Kykladen. Vor allem entdecken wir in einer Seitenstraße ein typisches Lokal, wo man direkt die Speisen an der Theke aussucht. Sehr preiswert und lecker. Auch gerne trinken wir einen gepflegten Greek Coffie in einem sehr schön gelegenem Hotel gleich neben dem berühmten Roten Turm am östlichen Ortsausgang. Hier fallen die Fallböen, die ja direkt vom 1300 m hohen Berg Ochi runter stürzen, viel milder aus, und beim Gezwitscher der vielen Distelfinken in den Pinien kann man gut relaxen und für eine Weile den Meltemi vergessen…


Der Ort selbst hat sicher schon bessere Zeiten gesehen, aber man sieht auch den Willen zur Verschönerung.

Wegen der starken Winde wagen wir nicht, einen längeren Ausflug mit einem Mietwagen zu machen, obwohl die die Gegend landschaftlich sehr reizvoll zu sein scheint. Hohe Berge, bewaldete Schluchten Quellen, Wasserfälle, von allem gibt es genügend. Nach zwei Tagen auf unserem Liegeplatz wird am Kai vor uns etwas frei (Charterboote müssen ja bei jedem Wetter weg und ihre Station Lavrion ist nicht weit und in südlicher Richtung). So beschließen wir morgens früh um 7, wo es noch ruhig ist, den Platz zu tauschen. Freundliche Italiener stehen zu nachtschlafender Zeit auf und helfen beim Wiederanlegen. In der Tat werden die Böen noch stärker, mindestens Bf. 8 und wir sind froh über den etwas geschützteren Platz. So gehen die Tage hin, das Pfeifen in den Wanten nervt, aber wir vertreiben uns die Zeit auch mit manchen Bootsarbeiten und Lesen – und mangels eines Waschsalons auch zu alternativen Methoden des Waschens greifen!

Als wir uns den angedachten Abfahrtstagen nähern, stellen wir fest, dass der Meltemi diesmal doch noch länger dauert und wir zwei weitere Tage noch warten müssen. Dann gibt es aber zwei relativ gute Tage, die wir auch nutzen wollen. Morgen, Mittwoch soll es nach Kavallani oder Boufalo gehen. Damit sind wir volle 8 Tage hier gewesen.

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