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Fast eine Woche in Karystos

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Da in den nächsten Tagen Windstärken bis zu Bf 8 in Böen angesagt sind nutzen wir die Zeit in dem uns ja bekannten Städtchen um hoffentlich kleine Probleme zu lösen

Das erste gelingt sehr schnell. Ein Fahrrad hatte sich einen Platten in Chalkoutsi geholt. Der örtliche Fahrradladen repariert trotz Sonntag Abend sofort für 7€, und dabei bekomme ich von der Lady an der Kasse noch einen Vortrag über die Schönheiten von Euböa und vor allem über die „gute Energie“ des Ortes. Gute Erfahrung mit den Restaurants, besonders Cavo d’Oro und Aigialis, haben wir ja schon gemacht, und diese nutzen wir auch intensiv.

Das zweite Problem ist unser Landstromanschluss, genauer das Ladegerät für die Batterie. Wir bitten Tony, den cholerischen Hafenmeister, einen Elektriker zu schicken, aber er kommt zweimal, einmal auch mit einem Kumpel, die aber nicht wirklich helfen können. Das müsste in Athen repariert werden. Letztlich kommen wir aber mit den Solarpaneelen gut zurecht und werden das Problem dann im Winter angehen.
Ansonsten leben wir in den Tag hinein, schauen immer auf den Wetterbericht, der schreckliches androht, aber im Hafen ist es ab dem dritten Tag völlig ruhig. Und wieder ist es unfassbar heiß! Nur Schiffe, die von Süden ankommen, berichten, dass viel Wind und eine ganz unangenehme Welle außen ist. So sehen wir uns doch bestätigt, im Hafen zu bleiben. Am letzten Tag aber raffen wir uns trotz der Hitze zu einer längeren Fahrradtour entlang der Küste Richtung Westen auf. Wir fahren zu unserem Entsetzten durch weite Flächen abgebrannter Natur, beinahe die komplette Halbinsel vor Karystos ist im August abgebrannt. „ Aber es waren ja nur Büsche, keine Bäume,“ berichtet eine Dame aus unserem Stammcafé Black Pearl gegenüber unserem Liegeplatz!!!!

Nach diesem schockierenden Erlebnis müssen wir uns erholen. Doch zu unserem Entsetzen setzt unser „Lieblingshafenmeister“ einen Riesenkatamaran so dicht neben uns, dass wir weder Licht noch kühlenden Wind mehr abbekommen! Die Crew ist aus Israel. Wir bekommen mit wie unser schwedischer Liegenachbar sich voll und lautstark fetzt über Israels Vorgehen im Gazastreifen. Er gibt ihm mehrfach zu verstehen Israelis seien hier nicht willkommen! Die Weltpolitik ist halt nirgendwo mehr ausblendbar!
Wir tätigen die letzten Einkäufe, Duschen und essen noch einmal gut in einem Restaurant am Strand (das Aigialis war total ausgebucht), um dann todmüde in die Koje zu fallen. Morgen geht’s dann endlich wieder los.

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