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Rasante Überfährt nach Paros

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So sehr uns die Tage am Anker in Finikas auch gefallen haben, wollen wir denn auch einmal weiterkommen. Die Wettervorhersage ist ziemlich gut für den Dienstag, bis mittags ganz ruhige See und mäßiger Wind von Nord. Das sollte passen. Erst Nachmittags sollte wieder Starkwind kommen. Unsere neuen Freunde mit der Hoppetosse sind schon spät abends gestartet und wollen die Nacht nutzen, die sehr ruhig sein sollte. Wie wir inzwischen gehört haben, sind sie gut bis Kythnos gekommen.

Wir stellen den Wecker auf 5.30 Uhr, sind aber schon früher wach und sind um 6 klar zum Auslaufen. Also Anker hoch bei Windstille. Bei flacher See motoren wir aus der Bucht, und auch draußen ist es angenehm. Ein Wind kommt auf, wir setzen das Segel (es ist immer noch das 1. Reff eingebunden). Aber da wir ohnehin motoren müssen ( so unsere Vermutung), lassen wir es dabei.

Kaum haben wir die Spitze der Insel Syros erreicht nimmt der Wind zu und auch die Wellen werden höher. Die Richtung NNO ist gut für uns, das Boot liegt gut, aber mehr und mehr nimmt der Wind zu und die Wellen werden immer höher. Den Motor lassen wir mitlaufen, da unsere Batterien ja so schwach sind, aber allein mit dem gerefften Groß geht es schnell auf 6 kn und mehr.

Leider wird es nun immer unangenehmer, der Wind geht auf 5-6 Bf und Wellen von dieser Höhe haben wir schon lange nicht mehr gesehen, wir schätzen auf 1,5 m.

Zum Glück kommen sie aber leicht von hinten und sie Überspülen das Boot fast gar nicht, nur werden wir ordentlich durchgeschüttelt. An eine Umkehr ist nicht mehr zu denken, also heißt es Zähne zusammenbeißen und durch.

Glücklicherweise sind wir aber schnell bis zu 7,5 kn in der Spitze, sodass wir schon kurz nach 10 in die geschützte Bucht von Parikoia einlaufen.

Wir hatten uns schon tags zuvor beim Hafenmeister Jason angemeldet, der sich auch noch an unseren Aufenthalt im Juni erinnern konnte. Jetzt schreiben wir ihm per WhatsApp dass wir schon früher ankommen. Er beruhigt uns dass er eine Mooring für uns bereit hält.

Die letzten Minuten vor der Einfahrt können wir bei etwas ruhigerer See das Boot klar machen Leider müssen wir zu allem Überfluss auch noch einer Großen Bluestar Fähre ausweichen! Aber trotz des heftigen Windes fährt uns Gu sicher an den Steg, wo Jason bereit steht und die Leinen annimmt. Eine große Last fällt von uns ab und wir sind riesig froh, das durchgestanden zu haben. Als wir um 12 den neuen Wetterbericht lesen,steht da denn auch, dass der Wind mit 5-6 auch schon am Vormittag ankommen sollte und hohe Wellen zu erwarten sind! Toll, das hinterher zu erfahren! Wir wären wahrscheinlich dann gar nicht losgefahren, wenn er so früher veröffentlicht worden wäre. Aber nun, da wir es geschafft haben und unsere WHITE SATIN sich so bravourös gehalten hat, freuen wir uns auch über den Härtetest.

Erschlafft räumen wir das Durcheinander im Boot auf, essen etwas und nehmen eine Mütze Schlaf. Später Gang durch die Stadt und bescheidenen Salatimbiss bei Ragoussis Bäckerei (laut, unhygienisch). WD bekommt neue Stecker für unsere kaputten am Elektro-Landkabel.
Dann rufen Lia und Jamie selbstständig an und unterhalten uns fast 50 Minuten köstlich! Ordentlicher Regen setzt ein, wie toll, dass White Satin ein kostenlose Süßwasserdusche nach diesem Trip erhält. Wir kochen ein leckeres „Notessen“ aus unseren Vorräten, da wir partout nicht mehr in den Regen wollen.

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