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Eine Nacht am Poseidon Tempel – Kap Sounion

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Nach einer ruhigen Nacht geht es gegen 10.00 Richtung Kap Sounion. Wir treffen zunächst die Spiegel der See an: kaum zu glauben dass dies dasselbe Meer ist, das so dermaßen toben kann und unsere Reiserouten in Schach hält! Also motoren wir, bis auf die letzten 10 Meilen, in denen die Devise lautet: Segel raus, Motor aus, Genua rein, Motor an etc pp. Unterwegs fühlen wir uns wie auf dem Ijsselmeer: eine nicht enden wollende Phalanx von Charterbooten begegnen uns, Motoryachten und Blue Star und Jet Ferries produzieren jede Menge Wellen, denen es auszuweichen gilt! Je näher wir dem Festland kommen, desto kabbeliger werden auch die Wellen. Als wir aber dann den Apollon Tempel umfahren, fassen wir es kaum: es ankern bereits an die zwanzig Segler, Cats, Motoryachten, Ausflugs-Boote am Fuße dieses altehrwürdigen Monuments! Zum Glück stimmen die Abstände und wir mit unserem bequemen Tiefgang von 1,35 m können einen guten Ankerplatz weit hinten am Strand finden. So genießen wir zunächst den beeindruckenden Blick auf den Tempel.

Natürlich erinnern wir uns auch an unsere letzte Erfahrung hier aus dem Jahre 2015, wo White Satin hier bei 6-7 Bf die Ankerprobe bestand! Ebenso waren wir ja auch schon mit Jean und Marie-Jo und Freunden zweimal hier vom Land aus.
Leider wird gegen Abend der permanente Schwell durch die vielen vorbeifahrenden Fähren und Dampfer noch verstärkt durch einen Südwestwind, der alle Boote zum Tanzen bringt. Wir leiden unter dem Geschaukel, und das bei dem herrlichen Blick auf den inzwischen erleuchteten Tempel.

Die folgende Nacht wird dann ein Graus. Schiffschaukel nichts dagegen. Gu kämpft im Bett mit dem Gleichgewicht und Herzrasen, aber WD schläft seelenruhig im Salon. So sind die Menschen doch verschieden…


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