In der Tat hatten wir eine äußerst ruhige Nacht. Der Wind hatte auf NO gedreht. Gar keine Welle! Herrlich. Nach gutem Frühstück geht es los, wir haben nur einen Tag, dann kündigt sich der nächste Meltemi an. Wir motoren noch einmal die Südküste von Polyaigos entlang bevor wir Kurs auf Paros nehmen. Der erwartete Wind aus SW kommt und wir können sogar ein bisschen mit dem Drifter segeln. Inzwischen hat auch Gundel gelernt, wie man mithilfe unseres neuen Schlagbohrer-Systems, das die Winschen dreht, die Segel setzt. Deshalb darf sie nun damit den Drifter hochholen. (Leider gibt’s dabei winzige Abriebspäne aus Metall, deren Herkunft und Vermeidung wir noch nachgehen müssen.) Meist ist der Wind aber zu schwach. Immerhin eine stressfreie Überfahrt. In der uns bekannten Despotiko-Bucht sind nur wenig Boote, sodass wir einen geschützten Platz an der N-Seite ganz in Strandnähe zum Ankern finden. Auch hier hält der Anker beim ersten Versuch. Nur die Nähe eines festliegenden Fischerboots stört uns, sodass wir noch einmal neu ankern, jetzt perfekt!
Wir erleben eine herrlich ruhige Nacht, bis es pünktlich am nächsten Morgen um 10.00 anfängt zu fegen. Es zerrt mit 5-6Bf an den Wanten und dem Anker, aber er hält! Wir drehen viel hin und her, aber – was am allerwichtigsten ist – wir liegen relativ ruhig, da sich die Wellen erst hinter uns aufbauen. Ein schöner Faulenzertag mit ganz viel Lesen tut sich für uns auf!

Vollmond am Anker Despotiko
