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Tatsächlich 4 Tage auf Kimolos

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Im Laufe des ersten Tages bleiben wir fast alleine im Hafen. Nur die dicke Motorjacht gegenüber am Kai bleibt, legt aber dann am nächsten Morgen früh ab. Wir haben unser schönes Plätzchen längsseits hinter dem Wassertaxi und fühlen uns da sicher.

Später machen wir uns dann auf die Chora zu erkunden. Alles ist aber geschlossen, Mittagszeit und dazu noch Samstag. Was uns auffällt, ist wieder die Anzahl der Kirchen, an einem Platz sogar drei Kirchen direkt beieinander. Es gibt ein altes Kastro das aber erst gerade ein bisschen aufgemöbelt wird, eine lange Gasse mit einigen (geschlossenen) Läden und ein Panoramarestaurant. Insgesamt macht es einen sympathischen Eindruck. Am nächsten Tag soll der 6er Wind aus N kommen, so bleiben wir bei unserer WHITE SATIN und das ist auch gut so. Erst macht eine nette katalanische Crew am Kai gegenüber fest, dann kommen im Laufe des Nachmittags 4 weitere Schiffe an. Sie haben alle wohl einen Georgios angerufen, der die Anweisungen gibt. Alle werfen den Anker bei der Milosfähre und gehen mit dem Heck an den Kai. Das sieht routiniert aus. Unser Nachbar liegt zwar sehr dicht, aber dicke Fender schützen uns. Wir lassen unser Beiboot herab und montieren unsere Halterung für die Heckankerleine ab, gegen die der Nachbarfender dauernd stößt.

Am Sonntag wandern wir 5 km nach Aliky an der Südseite der Insel, sind davon aber nicht begeistert, sehr vernachlässigt einerseits, aber man sieht auch Bemühen nach einem Neuaufbau. Wir essen in der einzigen Taverne, die auch gerade frisch gestrichen zu sein scheint: sehr gute griechische Hausfrauenkost .

Am nächsten Tag soll der Wind so stark bleiben, einige Boote laufen trotzdem aus (Charterer: die müssen ja weiter), neue kommen sodass der Hafen immer voll ist. Mehrmals kommen und gehen Fähren nach Athen oder zu den anderen Kykladeninseln

Dienstag soll es dann weniger Wind geben und am Folgetag wollen wir dann auch weiter. So heißt es, neuen Proviant für einige Tage besorgen, denn wir werden jetzt mehrfach ankern. Dafür gehen wir wieder mit Rucksäcken und Taschen 20 min hoch in die Chora. Jetzt ein völlig anderer Eindruck. Alle Geschäfte geöffnet, drei oder vier kleine Supermärkte, ein Bäcker zwei Metzger. Alle besuchen wir und kaufen soviel wie tragen können. Dann setzen wir uns in ein kleines Café und bekommen hautnah das Dorfleben mit. Das ist wirklich noch echtes Griechenland, der Bürgermeister sitzt mit wichtigen Persönlichkeiten am Mittagstisch, der Bäcker setzt sich dazu, die Speisen werden aus dem Ofen der Bäckerei ins Restaurant gebracht und für die Autos ist immer Stopp in der Gasse, weil der Plausch über die Neuigkeiten wichtiger ist. Wir schauen uns alles mit Vergnügen an und wandern anschließend in den Hafen zurück.

Wir beschließen den Tag mit leckerem Mastelokäse, gebraten mit Weintrauben, Balsamico und Nüssen und planen unseren nächsten Tag.

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