
Bei kräftigem Nordost starten wir aus der angenehmen Marina, allerdings stellen wir fest, dass unser Heckanker durch die Rangiermanöver der Nachbarn gestern keinen Halt mehr hatte. Gut dass wir uns mit einer Leine an dem Kat an der Steuerbordseite festgemacht hatten. Wir fahren zuächst mit der Genua, allerdings wegen der hohen Welle mit leichter Motorunterstützung. Vor Naxos – Kalandobucht überlegen wir noch zu warten, weil es nachmittags ruhiger werden soll. Da der Wind aber hier schon deutlich nachlässt unterliegen wir dem Trugschluss, dass das ruhige Wetter schon etwas früher kommt. Es war aber nur der Landschutz der Insel, die uns vor höheren Wellen und Winden bewahrte. Kaum sind wir in der offenen Passage zwischen Naxos und Paris geht der Wind auf 5 Bf. Zwar von querab, sodass wir dahinrasen, aber die Wellen machen doch zu schaffen. Nach 2 Stunden sind wir dann aber im Landschutz von Paros und weit genug von dem Land und seinen Fallwinden entfernt. Unser Ziel ist nämlich nicht die Insel Paros, sondern eine Meerenge zwischen Antiparos und Despotiko, ein weiträumigen Ankerplatz, wo wir schon einmal vor 9 Jahren waren.
Auch diesmal werden wir nicht enttäuscht , spiegelglatten Wasser, sandiger Grund, der Anker hält sofort. In der Bucht liegen ca. 20 Boote, aber alles ist geräumig, sodass wir eine ruhige Nacht erwarten können .

