nach sehr ruhiger Nacht wacht WD aber doch früh um 5 auf und schaut auf den Wetterbericht. Für die nächsten Tage gibt es unterschiedliche Meinungen. Sicher sind sich alle, dass ein schwerer und langer Meltemi kommen wird, nur soll er bei Windfinder schon morgen Vormittag beginnen, andere sagen, erst nachmittags oder abends. Sicher aber wird es morgen schon Nordwind nach Kap Sounion geben. So beschließen wir, gleich abzufahren und möglichst weit dann nach Norden zu kommen.
Das Frühstück nehmen wir während der Fahrt ein, da es ganz ruhig ist und wir natürlich Motoren müssen. Aber es kommt im Laufe des Vormittags doch noch ein bisschen Wind, nur ganz ohne Motor waren wir zu langsam. So geht es mit Segeln und Motor zügig voran und mittags passieren wir Kap Sounion, wo wir ja vor kurzem noch geankert haben. Inzwischen hat der Wind wie vorhergesagt auf S gedreht und es geht unter Segeln die attische Küste hinauf, stark besiedelt und mit Hàfen (Lavrion) und Industrie bestückt. An der N-Spitze von Makronisi nehmen wir dann Kurs auf Euböa. Karystos soll ein sicherer Hafen sein. Man kann dort den Hafenmeister Tony telefonisch informieren und er soll hilfsbereit sein. Also telefonieren wir und er nimmt uns die letzte Entscheidung ab, ob wir eventuell noch eine Nacht am Anker kurz vor Karystos verbringen wollen. Er ràt uns wegen des kommenden Sturms noch heute zu kommen, da viele Schiffe erwartet werden
Dem Rat folgen wir natürlich und nehmen direkt Kurs auf Karystos, wir wir gegen 18 Uhr ankommen. Noch ein kurzes Telefonat mit Toni, wo wir erklären, dass wir am liebsten längsseits anlegen würden, da wir nicht so gerne wieder das Ankermanöver fahren möchten, fahren wir in den großen Hafen und warten erst einmal bis der Hafenmeister mit dem Motorrad ankommt und uns an dem Längskai ganz hinten festmachen lässt. Wir waren viel lieber weiter drinnen im Hafen, aber er sagt, dass er noch mehrere Katamarane erwarte, für die er den Platz brauche. Und in der Tat, der Hafen füllt sich noch im Laufe des Abends. Gleich bei der Ankunft erklärt er bei der Frage, wie viele Nächte wir bleiben wollen, dass der Meltemi vermutlich mindestens eine Woche dauere. Na ja, uns kann es jetzt eigentlich egal sein, das Sommerziel ist nahe, da können wir auch warten. Wir essen unsere gekochten Leckereien und genießen noch einmal eine ruhige Nacht.