Nach schöner ruhiger Nacht in der Buffalo-Bucht verlassen wir um 7.00 den Ankerplatz – noch ist die See ruhig. Doch kaum verlassen wir den Landschutz unter Groß und Genua mit Motor-Einhilfe, kommen uns ziemlich hohe Wellen und ein 4Bft entgegen. Wir beschließen zu kreuzen – eine gute Entscheidung, da Wind und Wellen in Landnähe abnehmen und wir gut vorankommen, die letzte halbe Stunde sogar ohne Motor! Gegen Mittag fällt der Anker in der Ostbucht am Strand von Eretria inmitten von schwimmenden Badegästen. Es gibt neben uns bereits weitere 15 Ankerlieger, aber wir finden vor dem verlassenen Hotel ein gut haltendes Ankerplätzchen. Hier wollen wir die kommenden Tage mit allerdings drohenden 5 Bft über bleiben. Mit der Boat-Club-Werft ist abgemacht, dass wir am 27.06. statt am 26.06. (wo es morgens eigentlich viel ruhiger gewesen wäre…) herauskommen sollen. Zwei Nächte also bleiben wir. Wir rudern an Land und besichtigen den unendlich langen Anlegesteg, der das Gegenteil von einladend ist, da über lange Strecken Felsvorsprünge unter Wasser vorhanden sind und es zu niedrige Wasserhöhen gibt. Kein Wunder also, dass man außer am „Fußende“ des Kais kein einziges Segelboot dort festgemacht sieht. Da wir noch leckeren Bohneneintopf übrig haben, wird an Bord gegessen. Abends schallt von einem Restaurant bis 23.00 (!) griechische Folklore-Live-Musik zu uns herüber. Am nächsten Tag – es wird immer heißer, und der stark auffrischende Wind ist uns dabei sehr willkommen – besuchen wir das archäologische Museum der Stadt nebst der über fast das gesamte Stadtgebiet verteilten bedeutsamen Ausgrabungsstätte, ein anstrengender Fußmarsch in starker Hitze. Da wir vorher in einem schlichten Gyros-Restaurant an der Hauptstraße mit ohrenbetäubenden Autolärm zu lange verweilt haben, muss unser Museumsbesuch leider etwas kurz ausfallen. Das Museum ist sehr gut geführt mit Erklärungen auf griechisch- französisch. Sehr nett das Modell einer Tempelkonstruktion!



Leider hat auch das Mosaik-Haus eine halbe Stunde zu früh geschlossen. Schade, liebe Petra, für dich als Mosaikspezialistin hätten wir gerne ein paar Fotos geschossen!
Wir setzen uns danach noch bei einem leckeren O-Saft in ein nettes Strandcafé bevor wir zurück zum Boot rudern. Unser Dingi muss mehr Luft haben! Also erstmal aufpumpen. Inzwischen haben wir die Nachricht erhalten, dass wir uns in der Tat am nächsten Morgen um 6.30 vor der Werft auf der gegenüberliegenden Seite an Land einfinden sollen. Vor uns sei dann noch EIN weiteres Boot dran. Noch gibt’s einigen Wellengang und Wind, und wir hoffen inständig dass es am nächsten Morgen ruhig wird. Wir sind recht skeptisch bei der Methode uns mit einem ellenlangen Ausleger herauszuholen, und entsprechend aufgeregt.
