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Wiedersehen mit Nausikaa auf Alonissos

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Am späten Vormittag verlassen wir unser idyllisches Ankerplätzchen. Zunächst bekommen wir ordentlich Wind auf die Nase, der jedoch plötzlich aufhört, uns aber dafür seine Welle da lässt! Später kommt mehr Wind, doch genau von vorn. Unangenehm wird es, als wir Kreuzwellen bekommen von allen Richtungen. Gundel wird sogar etwas seekrank!!! Schließlich erreichen wir den Hafen von Patitiri und können bei leider starkem Seitenwind direkt neben der Nausikaa anlegen. Großes Hallo, natürlich, auch Minou freut sich wie doll – schließlich gibt’s bald Stöckchenwerfen mit Wolf Dieter!!! Abends gehen wir sehr lecker und außergewöhnlich essen bei Ostria. Wir sind zu müde für einen Drink auf dem Boot. Mittlerweile steht eine unangenehme Welle (Wind vonNord) auf dem Hafen, und wir werden in der Koje ordentlich durchgeschaukelt!

Das geht auch am nächsten Tag so weiter, so dass wir bei jedem Schritt furchtbar an Land wanken!

Wir beschließen heute zusammen die Altstadt (Chora) auf dem Berg zu besuchen. Es geht mit dem Taxi hinauf. Zurück wollen wir hinunter wandern.

Oben bietet sich uns ein märchenhafter Ausblick rundherum. Die Chora besteht aus alten Häusern, die in Form eines Kastells angeordnet stehen, vornehmlich zum Schutz gegen Piraten.

Sehr langsam, weil wir uns so viel zu erzählen haben, arbeiten wir uns durch die Gassen bis zum ersten Stopp in einem Café mit Traumblick!

Danach besuchen wir den „Haupt“platz des Städtchens. Dort wurden noch kurz vor dem Abzug der Nazis 1944 neun Männer des Ortes hingerichtet. Die Einschusslöcher sind an der Mauer gekennzeichnet und auch eine Gedenktafel erinnert an die Sinnlosigkeit dieser Tat.

Betreten gehen wir weiter durch die Gassen bis zu einem kleinen Restaurant, wo wir einen bescheidenen Imbiss (Salat und Kebab) zu uns nehmen.

Zu Fuß machen wir uns auf den Weg hinab nach Patitiri, eine wunderschöne Wanderung von ca 45 Minuten durch Wald und Feld!

Der Abend klingt aus bei einem kleinen Umtrunk auf der Nausikaa II, ehe wir uns auf unsere mittlerweile noch stärker schwankende White Satin hinüber hangeln und versuchen bei den ganzen quarzenden und knarzenden Leinen und Fendern zu schlafen. Gottseidank gibt’s Oropax!

Ziemlich gerädert von der Nachtruhe werden wir doch aber sogleich verwöhnt von Marko, der uns schon den zweiten Morgen mit frischen Croissants und Leckerchen versorgt !!! Für heute sind nur Verproviantierung und Museumsbesuch geplant.

Das super gelegene Museum ist eher ein Heimatmuseum, aber total liebevoll ausgestaltet auf drei Etagen mit wertvollen Waffen- und Kostümsammlungen aus Piraten- und Seefahrerzeiten, sowie altem Gerät sämtlicher Handwerke.

Den Abschiedsabend verbringen wir bei leckerem Klößchengericht von Petra und unserem selbstgemachten Fava auf der Nausikaa II. Wie immer reden wir bis in die Nacht, in welcher Poseidon endlich ein Einsehen hat und Welle und Wind einschlafen lässt. Eine ruhige Nacht kündigt sich an, selbst die Mücken haben sich – bis auf eine(!) – zurückgezogen.

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