Eigentlich wollen wir nach Norden, aber der schöne Südwind hört gleich auf und dann kommt ein kräftiger Nord, der auch länger bleiben soll. Also entschließen wir uns erst einmmal auf die Südseite von Samos zu segeln, in das vertraute Marathokampos. Dort wollen wir dann auch in Ruhe das Boot säubern und für die weitere Reise fertig machen.
Beim Ablegen um 12 weht schon eine kräftige Brise aus West, sodass wir genau überlegen wie wir ablegen. Es klappt aber einwandfrei und in dem großen Hafenbecken können wir die WHITE SATIN fertig machen, Fender und Leinen einholen, Großsegel (mit 1. Reff) setzen usw..
Die Fahrt dicht an der samiotischen Küste ist uns neu und ein echtes Highlight. Alles grün und tolle Strände, erst Potami, dann Mikri Seitani, die wir von der Landseite her kennen, dann der phantastische Magali Seitani, der nur in einer mehrstündigen Wanderung zu Fuß zu erreichen ist. Sehr eindrucksvoll.

Dann kommt immer mehr der kahle Rücken des Kerkis in Sicht, den wir natürlich gut kennen, aber noch nicht aus dieser Perspektive. Nach dem westlichen Kap legt sich der Wind, teilweise müssen wir motoren, dann aber in der Straße von Fourni haben wir wunderbaren raumen Wind und schießen um die Ecke. Die letzten Meilen nach Marathokampos haben wir auch keine Welle mehr, aber auch nur wenig Wind. So dümpeln wir gemütlich dem Ziel entgegen.
Der Hafen ist überraschend voll, aber Stefan, der Hafenmeister, hat noch ein Plätzchen gefunden. Und abends… natürlich leckeres Essen in der Taverne Trata, wo wir in jedem Jahr, wenn wir in M. sind, einkehren.
