Nach dem herrlichen Faulenzer Tag gestern soll es heute weiter in den Singitikos Kolpos gehen, der zweiten großen Bucht der Chalkidiki zwischen Sithonia und Athos. Diesen Törn hatten wir schon vor 7 Jahren ähnlich gemacht. Wir müssen uns aber noch mit Lebensmitteln versorgen, daher fahren wir erst an den Ponton, wo Plätze frei geworden sind. Direkt gegenüber ist ein kleiner Supermarkt, der aber alles bietet, was wir brauchen, selbst ein kleiner Eimer für den von Wolf Dieter verlorenen, findet sich.
Als wir ablegen wollen, ist der Wind etwas stärker geworden, dennoch gelingt Gundel der Ableger bravourös und auf geht’s aus der Bucht. Aber kaum nähern wir uns dem Kap an der Südseite von Sithonia,wird die See ruppig. Segeln geht nicht gut, weil der Wind aus der falschen Richtung kommt, mit dem Motor klotzen wir gegen die Welle an: das macht keinen Spaß. Zum Glück haben wir das Kap nach knapp 2 Stunden umrundet und können mit etwas besserer Windrichtung in die Bucht einlaufen. Dennoch ist die Welle kabbelig und weit höher als angesagt, sodass wir in einer Bucht erst einmal Schutz suchen. Diese erste Bucht bei Sikia ist wunderschön mit türkisem Wasser, einem belebten Strand mit großer Taverne. Dort trinken wir erst einmal Kaffee und versuchen uns von dem Schaukeln zu erholen.

Gut erholt überlegen wir, ob wir die Nacht hier verbringen sollen. Da morgen aber Nordwind sein soll, heute ja noch der Wind aus Süd bläst, beschließen wir, diesen herrlichen Ankerplatz zu verlassen und haben recht daran getan. Der Wind bläst konstant, die Welle wird etwas kleiner, schließlich verstummt der Motor und wir fahren gemütlich vor der Genua zu den uns auch schon bekannten kleinen Inseln bei Vourvourou. Ganz geschützt durch die Hauptinsel Diaporos findet man hier immer einen Ankerplatz, so auch jetzt. 4 weitere Boote in der relativ großen Bucht stören nicht. Hier wollen wir für zwei Tage bleiben. Darauf gibt’s einen G’n’T. Herrlich nach Tagen bzw Wochen bzw Monaten der Alkoholabstinenz.
