Nach total ruhiger Nacht – unerwartet, da wir vor einem offenen Strand geankert haben – gehen wir um 10 Uhr gut gefrühstückt vom Anker. Da kaum Wind weht, bleibt uns nur, an der Küste von Kassandra zu motoren. Kleine Dörfer, manche hässliche Hotels, aber vor allem weite Sandstrände schmücken die Ostküste der Insel. Je weiter wir nach Süden kommen, umso mehr zeigen sich auch bewaldete Hügel, auch schöne Badebuchten locken zum Halt. Da aber Ost bzw. Südost für die Nacht angekündigt ist, wollen wir das Risiko einer Schaukelnacht nicht eingehen und beschließen, gegenüber auf Sithonia die geschützte Bucht Porto Koufo anzulaufen.
Das war eine goldrichtige Entscheidung, denn jetzt haben wir guten Segelwind. Immerhin können wir 3 Stunden mit segeln verbringen, nach dem vielen motoren der letzten Wochen eine Wohltat. Porto Koufo ist ein wunderbarer Naturhafen, nach Westen gibt es eine schmale Offnung, dann weitet sich die Bucht nach Nord und Süd. Hier haben sehr viele Boote Platz und man ist bestens geschützt. Vor 7 Jahren waren wir schon einmal hier auf der Fahrt von Aigina in Richtung Türkei. Daher hatten wir auch in Erinnerung, dass das Ankern nicht unproblematisch ist. Entweder der Grund ist mit Seegras bewachsen oder er ist zu tief oder man ist zu dicht am Ufer. Auch diesmal braucht es drei Anläufe, bis wir zufrieden im Süden der Bucht vor einem Hotel auf Sand ankern. Wolf Dieter geht noch einmal tauchen, um die Lage des Ankers zu begutachten, dann ist Feierabend. Wir verspeisen die Reste unseres Stifado und gehen bald schlafen.
Am nächsten Tag bleiben wir. Wir haben einen Superankerplatz und machen Ferien.