
Gegen 10.00 trennen sich unsere Wege. Nausikaa II geht in den Hafen von Skopelos, wo Marko am Dienstag einen weiteren Zahnarzttermin hat, wir wollen an die Südostküste in eine schöne Bucht, um endlich zu schwimmen und einmal eine ruhige Nacht zu verbringen.
Schon gleich können wir unter voller Besegelung 5-6 kn erreichen! Wer hätte das bei diesem angekündigten „Nullerwind“ gedacht? Schnell erreichen wir Skopelos und die schöne Limnonari-Bucht, mit einem schönen Strand, der allerdings touristisch ausgelegt ist mit Popmusikberieselung und schönen Strandliegen. Nicht übermäßig viele Badegäste vergnügen sich. Wir finden einen guten Ankerplatz auf Sand. Außer uns liegen noch drei Jachten neben uns. Der Wind kommt aus Süd mit einigem Schwell. Aber das Badevergnügen siegt! Im Laufe des Nachmittags kommen noch einige Jachten zum Badestopp und wir sind froh noch rechtzeitig gekommen zu sein.

Als „Hafenkino“ kriegen wir dann noch eine Fehde geboten zwischen einem französischen Ankerlieger und einem Katamaran unter rumänischer Flagge, der unter ohrenbetäubendem Discobeat und Reggaeklängen schon eine Meile vorher zu hören ist, bevor er einläuft. Der Franzose betätigt lautstark sein Nebelhorn, und als der „Captain“ des Katamarans seine „Pussies“ im Dingi an Land fährt, beschimpfen sie sich gegenseitig und drohen mit der Hafenpolizei. Es muss sich wohl um die Musik gehandelt haben, da der Katamaran vor Anker die Musik ausstellte. Später jedoch, als er mit seiner Damenbelegung wieder ablegt, fährt er noch eine halbe Stunde in sicherem Abstand extra von uns Ankerliegern hin und her, wieder mit dröhnender Musik. Ein typischer Fall von akustischer Umweltverschmutzung. Die arme Unterwasserwelt!
Leider hat der Wind inzwischen aufgehört und wir „wiegen“ uns wieder einmal hin und her in selber Manier wie im Hafen von Patitiri! Und leider auch wird es von Stunde zu Stunde stärker, so dass die Nacht ziemlich unangenehm wird.
