Nach dem schönen Tag auf Andros verabschieden wir uns morgens nach dem Frühstück von der Bucht in Batsi und starten Richtung Syros. Der Wind ist kräftig mit etwa 5 Bf. Aber vor der Genua können wir eine gute Stunde wunderbar segeln. Dann bleibt ganz plötzlich der Wind aus, dreht auf Süd und dann wieder woanders hin, dazu kommen Hohe Wellen aus unterschiedlichen Richtungen, es wird ungemütlich. Wir kämpfen uns mit dem Motor durch. Erst als wir im Windschutz von Syros angekommen sind, geht es wieder besser und wir können die letzte Stunde wieder „vernünftig“ segeln. Als wir in die Bucht von Finikas einbiegen, sind schon etliche Boote am Anker, der Hafen scheint komplett voll. Aber wir haben ja ohnehin vor zu ankern, haben auch einen Tipp gefunden, möglichst dicht in der Nähe der Anlegestelle für Beiboote den Anker zu werfen. So machen wir es auch und der Anker gräbt sich sofort sicher ein. Ein schönes Plätzchen !
Den ersten Tag verbringen wir an Bord bzw. gehen mit dem Beiboot nur an Land um den Hafen zu inspizieren , den Bäcker, der einen guten Ruf hat, zu testen und einige Grundeinkäufe zu machen.


Der nächste Tag hält weiterhin starke Winde bereit: da ist an Abfahren länger nicht zu denken. Aber wir haben ohnehin vor, die uns bisher unbekannte Insel zu erkunden. So fahren wir morgens mit dem Bus in die Stadt (40 min) und bekommen eine kleine Inselrundfahrt gratis.
Der Süden gefällt uns nicht so gut, alles ist zersiedelt, ganz wenig grün. Anders dann das Bild in Ermoupoli, dem Hauptort der Insel und der Hauptstadt der Kykladen. Hier reihen sich prächtige Stadtvillen aneinander, die vom ehemaligen Reichtum zeugen. In den Außenbezirken aber auch viele verfallene Industriehall. Im Hafen liegen 5 ganz riesige Frachtschiffe , vermutlich zur Reparatur und ein Kreuzfahrtschiff direkt am Kai in der Stadt
Um die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten auch wirklich zu würdigen, gehört ein Besuch der Altstadt Ano Syros auf einem sehr steil emporragenden Berg, auf dessen Spitze die katholische Kirche des Heiligen St. Georg thront. Ein zweiter Hügel östlich daneben mit der orthodoxen Kirche. Beide Berge sind durch eine unendliche Anzahl steiler Treppen zu erklimmen.

Durch ein Missverständnis erklimmen wir erst den ersten, dann nochmal den zweiten hoch in die malerische Altstadt.




Schweißdurchnässt und mit Pudding in den Oberschenkeln – Gu ist am Ende ihrer Kräfte – erreichen wir den Gipfel und werden durch einen herrlichen Rundumblick belohnt.
Dann der Abstieg über die Stufen nach unten. Wieviele es gewesen sein mögen – wir wissen es nicht und wir haben sie auch nicht gezählt!!!
Vor unserer Rückfahrt kaufen wir noch bei Lidl ein. Also nochmal ein Fußmarsch bis zu den Industriewerften, aber wenigstens ebenerdig! Dann geht es mit dem Bus zurück, diesmal über den Norden, den fruchtbaren Teil mit Getreidefeldern und Kühen, aber trotzdem sehr steilen und trockenen Bergen.


Tags darauf, damit wir nicht aus der Übung kommen, unternehmen wir eine kleine Wanderung in die Rote Bucht, die mit ihrer roten Felsfärbung sehr beeindruckt. Die Kakteenwälder müssen wir dabei zum Glück nicht durchqueren. Sie liegen am Wegesrand…

