
Wir gehen schon morgens um 6 Uhr vom Anker.

Die Sonne geht gerade über Gökceada auf. Daneben der riesige Klotz von Samothraki, allerdings später alles in diesigem Grau.
Ziel soll jetzt doch schon Thassos sein. Da der längste Wetterbericht immer vornehmlich NO für die nächsten Tage zeigt, wollen wir nicht noch Sithonia. Dann haben wir noch viel Zeit auf Thassos, aber es ist uns sicherer. Wir streben Alyki an, das wir mit gemischten Gefühlen in Erinnerung haben. Vor 10 Jahren hat uns die Bucht begeistert, dann zuletzt vor drei Jahren abgeschreckt wegen der Überfülle.
Die Überfahrt geschieht meist unter Motor. Zu Beginn begleiten uns wieder drei verspielte Delfine, die auf unsere Flötentöne hin von weit her angeschwommenen kommen. Ansonsten können wir wenigsten eineinhalb Stunden kurz vor der Ankunft in Thassos segeln.
Wir haben Glück, als wir nach 6 Std ankommen, gibt es zunächst nur zwei weitere ‚Mitbewerber‘. Doch wird unser Glück um. 22.00 getrübt als in völliger Dunkelheit ein Kat dicht neben uns ankert mit Partyleuten, die ihre Party lautstark abfeiern und wild auf dem Boot rumtanzen! Zum Glück hat WD einen guten Schlaf und Gu Oropax!
Am nächsten Morgen dann wird es zusehends voller, wir werden nicht nur von den Schwimmenden, sondern auch von ziemlich unfachmännisch ankernden Charterbooten umzingelt, die voller grölender „Herrenmannschaften“ sind.

Vorher

Nachher
Wir rudern am Vormittag an Land zwischen all den Badenden hindurch. Der Strand ist voller Liegen, die aber noch nicht alle belegt sind. Wir wollen im einzigen Minimarkt einkaufen – es gibt aber überhaupt nicht das geringste Frische (Obst und Gemüse welches uns ausgegangen ist). Insgesamt hat sich im Bereich hinter den Cafés und Restaurants seit unserem letzten Aufenthalt vor drei Jahren nichts geändert: alles ist weiterhin etwas vernachlässigt.
Wir verbringen den Tag mit „Urlaub machen“ inmitten von ankommenden Booten und dem Lärm der Badenden. Ein Vater schwimmt zu uns und fragt uns, ob er unser Dingi für eine halbe Stunde haben könne – für seinen Sohn!!! Das erinnert uns daran, dass vor drei Jahren ein Knabe angeschwommen kam und fragte, ob er einen Kopfsprung von unserer Badeplattform machen dürfte. Alyki eben!
Abends essen wir lecker an Land im einzigen guten Restaurant, wo es Brot und Gemüse genug für unsere Ernährung gibt. Wir werden nicht verhungern!!! Danach verbringen wir noch bei zwei netten türkischen Ehepaaren aus Istanbul eine Stunde an Bord ihrer 30er Dufour.
