
Von Leros-Lakki bis Emboreios auf Kalymnos sind es nur 2 Stunden, aber auch die können wir wieder durchsegeln, absolut herrlich.
Unser Plan ist jetzt, dort am nächsten Tag unsere Freunde zu treffen und am übernächsten Tag nach Norden zu gehen, denn jetzt hat sich doch der nächste Meltemi angekündigt. Bis dahin müssen wir auf Samos sein.
Erst gilt es aber, einen geschützten Ankerplatz zu finden. Im letzten Jahr waren wir hier und haben supertoll ankern können. Jetzt liegen in der Bucht etwas weiter vom Strand entfernt sechs Boote. Es gäbe noch Platz, aber an den freien Stellen hält unser Anker nicht, so probieren wir es einmal mit einer der ausgelegten Tonnen, die zum Restaurant Captain Kostas gehören. Allerdings ist sie so dicht an der Nachbartonne, dass wir sehr skeptisch sind, ob sie sich nicht bei geänderter Windrichtung zu berühren. Wir essen pflichtgemäß bei Captain Kostas (übrigens sehr lecker und empfehlenswert) und als wir zurückkommen, verlegen wir uns an die freie Nachbartonne, da sie günstiger zum Wind liegt. Leider gibt es Schwell in der Bucht mit unangenehmen Schaukelbewegungen, sodass Wolf Dieter im Salon schläft und Gundel vorne sich quer legen kann, was eine etwas angenehmere Schaukelposition ist. Der Wind hört völlig auf, die Tonne wird an unser Boot getrieben und donnert immer dagegen. Das ist nicht gefährlich für das Boot aber unangenehm. 2 Stunden später haben wir uns um 180 Grad gedreht und stoßen nun an die zu nahe ausliegenden Nachbartonne (sie war in einem Sturm durch ein zu schweres Boot vertrieben, wie uns Kostas später erklärt).
So war die Nacht ziemlich durchwachsen. In den Morgenstunden wurde es aber ruhiger und wir kamen noch zu Schlaf.
Mittags dann das Treffen mit Marie-Jo, Jean und seiner Schwester Sylvie. Sylvie hatte zufällig ein Apartment mit einer Freundin in Emboreios gemietet. So sitzen wir in fröhlicher Runde, berichten von den letzen Aktivitäten und Krankheiten und ereifern uns über die Politik . Wir kennen uns schon lange und treffen uns fast jedes Jahr, sodass es fast wie Familie ist.
Die zweite Nacht (wir haben eine andere freie Tonne erwischt), das fast gleiche Spiel. Auch jetzt wieder das Bumpern um 1 Uhr nachts. Aber nach 10 Minuten kommt dann wieder Wind auf und es bleibt bei ’normalen‘ Schaukeln. Der Schlaf auch diesmal nur sehr durchlöchert.


